Verpacken von Spülmaschinentabs

Mifa setzt auf Hochleistungsmachine FPC 5 für Spülmaschinentabs

Die Mifa AG ist der größte Wasch- und Reinigungsmittelhersteller der Schweiz und Teil des dortigen Einzelhandelskonzerns Migros. Am Standort Frenkendorf produziert das Unternehmen mit 16 Produktionsanlagen und 14 Abfülllinien 224 Tonnen Home-Care-Produkte. Dazu zählen Groß- und Feinwaschmittel, Automaten- und Handgeschirrspülmittel sowie andere Reinigungsmittel und Gewebeveredler. Für das Primärverpacken seiner Spülmaschinentabs in Schlauchbeutel setzt der Schweizer Hersteller nun erneut auf die Technologie von Theegarten-Pactec. Das Unternehmen lieferte der Mifa die zweite Verpackungsmaschine FPC5. Das Besondere: Die FPC5 vereint sowohl die Heiß- und Kaltsiegeltechnologie als auch das Trennnahtschweißen in einer Maschine.

Die Mifa AG verkauft jährlich rund 83 Millionen Spülmaschinentabs. Dies entspricht 1.412 Tonnen im Jahr. Am Markt sind die Produkte unter anderem unter den Marken Handy Matic, M-Budget und M-Classic bekannt. Um die „nackten“ Tabs für den Endverbraucher in Schlauchbeutelfolie zu verpacken, setzt das Unternehmen bereits seit 2014 eine FPC5-Tabs-Verpackungsmaschine von Theegarten-Pactec ein. Aufgrund der positiven Erfahrung mit der Anlage und dem Aftersales-Service fiel die Entscheidung von Mifa erneut auf die Anlage des Dresdner Verpackungsmaschinenbauers.

Die aus Pulver gepressten Spülmaschinentabs sind äußerst sensibel und erfordern sowohl bei der Herstellung als auch beim Verpacken eine besonders sorgfältige Handhabung. Die Anforderungen von Mifa an Theegarten-Pactec waren klar definiert. Die Verpackungsmaschine sollte die Tabs in wasserlösliche sowie in nicht-wasserlösliche Folien bei hohen Taktzahlen verarbeiten. Da auf der Maschine diverse Produkte in unterschiedliche Folien verpackt werden, musste die Anlage einen schnellen Wechsel zwischen Siegeln und Trennnahtschweißen gewährleisten.

Hochleistungslösung

Theegarten-Pactec integrierte seine Verpackungsmaschine FPC5 vollständig in die bestehende Produktionsanlage. Dabei stellte das Unternehmen sicher, dass die Schnittstellen zwischen den Zuführ- und Verarbeitungssystemen optimal ineinandergreifen, um einen effizienten Produktions- und Verpackungsprozess zu garantieren. Dazu zählte insbesondere die Integration der FPC5 in das kundeneigene Absaugsystem, das verhindert, dass kein Tab-Staub in die Produktionsumgebung gelangt. So muss der Maschinenbediener kein unverpacktes Produkt in die Hand nehmen. Gleichzeitig wird die Belastung in der Luft auf geringstem Niveau gehalten.

Die Anlage verpackt aktuell klassische rechteckige Tabs und runde Tabs in Schlauchbeutel mit wasserlöslichen und nicht-wasserlöslichen Folien. Wasserlösliche Folien bieten zwar Endverbrauchern den Vorteil, dass diese das aggressive Tabmaterial nicht anfassen müssen. In der Verarbeitung ist das Handling dafür meist umso schwieriger: Da die Folien sehr dünn und reißempfindlich sind, können sie in der Regel nur schwer bei hoher Leistung verarbeitet werden. Theegarten-Pactec gewährleistet jedoch mit seiner Maschine FPC5 eine Höchstleistung von 1.500 Takten pro Minute sowohl beim Kaltsiegeln von nicht-wasserlöslichen Folien als auch beim Trennnahtschweißen bei wasserlöslichen Folien. Beim Heißsiegeln läuft die Verpackungsmaschine bei Mifa aktuell bei 800 Takten pro Minute. Grundsätzlich sind mit dieser Maschine bis zu 1.200 Takten pro Minute möglich. Die Gesamtanlageneffektivität (OEE) beträgt ca. 97 Prozent.

Kontrollierte Höchstleistung

Die FPC5 ist direkt an die Abgabe der Presse angebunden. Vom Stauband laufen die Produkte einzeln auf eine Bahn in die Verpackungsmaschine ein. Für die kontinuierliche Zuführung ist die FPC5 mit Sensoren ausgestattet, die den Produktfluss erkennt und sich automatisch reguliert: Wird der Produktstau größer, wird die Ausbringung der Verpackungsmaschine erhöht. Wird der Produktstau kleiner, wird die Ausbringung dagegen gedrosselt. Fehlerhafte Produkte werden vor dem Packprozess ausgeschleust.

Für das Verpacken in Schlauchbeutel wird das Produkt so zugeführt, dass sich um das Tab ein Schlauch aus dem Packmittel bildet. Bei diesem Einfahren des Produkts entsteht die Längsnaht. Anschließend wird die Quernaht gebildet und gleichzeitig das Packmittel getrennt – je nach Siegelverfahren durch Siegeln bzw. Trennnahtschweißen. Abschließend werden die verpackten Tabs an eine Zählstation weitergeleitet, von wo sie zu Sammelpackungen in Kartons verpackt werden.

Beim Kaltsiegeln wird die Schlauchbeutelverpackung durch Verpressen einer Klebstoffschicht verschlossen, beim Heißsiegeln erfolgt dies durch Einwirken von Wärme. Für wasserlösliche Folien kommt das Trennschweißen zum Einsatz. Dabei werden die beiden Packmittelenden durch eine schmale Trennnaht verschweißt, ohne dass dabei die typischen, vom Produkt abstehenden Quersiegelflossen des Packmittels entstehen. Anschließend wird das verpackte Produkt in einem Schrumpftunnel verarbeitet, wodurch die Folie sehr eng an das Produkt angelegt wird.

Auf Grund des Eliminierens der beiden Quersiegelflossen ist dieses Verfahren sehr packmittelsparend und auch der Platzbedarf in der Sekundärverpackung reduziert. Weiterhin garantiert Theegarten-Pactec mit seiner Maschine ein druckbildgenaues Splicen aller Folien und stellt damit einen geringen Ausschuss beim Packmittelwechsel sicher.

Einfacher Wechsel zwischen Siegelverfahren

Der Wechsel zwischen den Siegelarten ist einfach und schnell: Dazu muss lediglich die Quersiegeleinheit als Baugruppe ausgetauscht werden. Dies ist in nur 20 Minuten möglich. Die Quersiegeleinrichtung ist als komplette Baugruppe einschließlich integriertem Servomotor verfügbar. Bei einem Wechsel müssen nur wenige Schrauben entfernt werden, um die Quersiegelstation zu entnehmen und mit dem neuen Aggregat auszutauschen. Elektronische Kabel sind mit Steckern für Plug-and-Play-Verbindung ausgestattet. Die einzelnen Parameter der unterschiedlichen Siegelstationen – wie der Servomotoren – sind in der Rezeptverwaltung hinterlegt, die einfach über das intuitive Bedienpanel mit Touchscreen abrufbar sind. Um den schnellen Umstellprozess zu unterstützen, bietet Theegarten-Pactec seinen Kunden zusätzlich einen Wechselwagen an, auf dem die Quersiegeleinheiten sicher abgelegt werden können.

Die gesamte Verpackungsanlage ist leicht zugänglich für Wartungs- und Reinigungsarbeiten. Produktrückstände werden unterhalb der Zuführbänder in schwenkbaren Klappen gesammelt und lassen sich im vollen Maschinenbetrieb absaugen. Die FPC5 besteht bei den produktberührenden Komponenten vollständig aus korrosionsbeständigen Materialien, sodass die Maschine vor den aggressiven Reinigungsmaterialien der Tabs wirksam geschützt ist. Die FPC5 kann, je nach Bedarf, auch mit unterschiedlichen Aggregaten kombiniert werden. Auch eine spätere komplette Umrüstung ist möglich.

„Die Qualität und Leistung der Verpackungsmaschine und ihrer verbauten Teile haben uns ebenso überzeugt wie die einfache, intuitive Maschinenbedienung“, so Julien Streun, Leiter Konfektionierung bei Mifa. „Mit Theegarten-Pactec haben wir einen kompetenten Partner an der Hand, der uns bereits in der Vergangenheit mit einem zuverlässigen Service begleitet hat. Die sehr engagierten Mitarbeiter sind dabei stets auf unsere Kundenbedürfnisse eingegangen. Vor allem bei einer Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung wissen wir, dass wir mit Theegarten-Pactec auf ein zuverlässiges Ersatzteilmanagement setzen können.“

Erfahrener Partner für Spülmaschinentabs – einmal um den Globus

Theegarten-Pactec ist bereits seit über 20 Jahren im Reinigungsmittelsegment mit Verpackungsanlagen für Produkte mit komprimierten Pulvern wie Wasch- und Spülmaschinentabs aktiv. Über 40 Maschinen sind bereits bei Kunden in ganz Europa im Einsatz, ein Großteil davon in Frankreich, Holland und Deutschland. „Große Handelsmarken ebenso wie kleine und mittelständige Unternehmen aus diesem Industriezweig vertrauen bereits seit Jahren auf uns,“ so Markus Rustler, Geschäftsführer von Theegarten-Pactec.

„Zu unserer langjährigen Erfahrung in diesem Segment eine kleine Rechnung: Bei einem Produkt mit einer Durschnittlänge von 36 mm und einer Durchschnittsleistung unserer Maschine von 1.300 Produkten pro Minute, würde sich bei 40 Maschinen innerhalb von drei Wochen eine Kette verpackter Produkte von 40.435 Kilometern Länge ergeben. Diese Aneinanderreihung der verpackten Tabs entsprächen damit der Länge des Erdumfangs am Äquator,“ so Markus Rustler. „Langjährige Kundenbeziehungen wie mit Mifa, die wiederholt auf unsere Technologie setzen, bestätigen, dass wir mit unserem hohen Qualitätsanspruch an unsere Maschinen und an unseren Service richtig liegen. Wir freuen uns, wenn die Kette mit den von unseren Maschinen verpackten Produkte immer länger wird.“

Kompetenz als Systemanbieter

Der Verpackungsmaschinenbauer steht Kunden bei Bedarf als innovativer Partner für ganzheitliche Prozesslösungen zur Verfügung und greift dabei auf jahrelange Erfahrung und Kooperationen mit anerkannten Marktführern zurück. Das Unternehmen bündelt die Kompetenzen von ausgewählten Spezialisten aus den Bereichen Prozesstechnik und Sekundärverpackung. Kunden profitieren von einer Gesamtlösung aus einer Hand, in der alle Prozesse einer Produktionslinie integriert sind.

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