Maschinenbauer brauchen offene Märkte

Andreas Lämmel, stellvertrender wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, im Gespräch mit Markus Rustler, Geschäftsführer Theegarten-Pactec.

Dresden/Frankfurt, 2. Juli 2019. Offene Märkte und freier Handel ohne Barrieren sind von entscheidender Bedeutung für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Insbesondere global agierende mittelständische Betriebe, darunter auch die häufig zitierten „Hidden Champions“, sind auf einen funktionierenden Freihandel angewiesen. Nur so können sie eine starke Position im internationalen Wettbewerb einnehmen und einen wichtigen Beitrag für Arbeitsplätze und Wohlstand in ihrer Region leisten. Das haben das Unternehmen Theegarten-Pactec aus Dresden und der VDMA im Rahmen einer Betriebsbesichtigung gegenüber dem Bundestagsabgeordneten Andreas Lämmel (CDU) betont.

„Wir entwickeln und produzieren unsere Maschinen und Anlagen in Dresden und haben eine Export-quote von über 90 Prozent. Die Freiheit des internationalen Waren- und Dienstleistungsverkehrs ist für unser Unternehmen und unseren Standort hier daher lebenswichtig“ sagte Markus Rustler, Geschäftsführer von Theegarten-Pactec. Besonders die Bürokratie bei Entsendungen von Mitarbeitern innerhalb Europas bereite dem Mittelständler Sorgen: „Es ist eine Katastrophe, welche Regelungen da in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten entstanden sind“.

Der Abgeordnete Lämmel kennt die Probleme: „Das wirtschaftsprotektionistische Verhalten einiger Staaten gefährdet den freien Welthandel und verzerrt den internationalen Wettbewerb. Mittelständische Unternehmen wie Theegarten-Pactec bilden das Rückgrat unserer Gesellschaft. Ich setze mich daher umso vehementer für offene internationale Märkte und Handelsbeziehungen ein. Der Abbau von Bürokratie bleibt ein ewiges Thema auf der politischen Agenda. Im Bundestag wird gerade das dritte Bürokratieentlastungsgesetz vorbereitet und auf der europäischen Ebene muss der Abbau von bürokratischen Hürden zum Top Thema der neuen Kommission werden.“

Unterschiedliche Regelwerke behindern den Mittelstand

Im Gespräch mit dem stellvertretenden wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Lämmel erläuterte das mittelständische Unternehmen, das am Stammsitz in Dresden rund 430 Mitarbeiter beschäftigt, warum die „Hidden Champions“ mehr Einsatz der Politik für den Freihandel erwarten.

„Wir exportieren unsere Maschinen weltweit. Damit sind vielseitige Anforderungen und komplexe technische Regelwerke verbunden, die den Export nicht immer einfach machen. Freihandelsabkommen sind vor diesem Hintergrund sehr wichtig, denn sie bauen sogenannte nichttarifäre Handelshemmnisse ab und machen uns somit wettbewerbsfähiger,“ erläuterte Rustler, dessen Unternehmen Verpackungssysteme für Süßwaren, Nahrungsmittel und Produkte aus dem Non-Food-Sektor herstellt.

Über 600.000 Arbeitsplätze im Maschinenbau vom Exportgeschäft abhängig

Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA Außenwirtschaft, zeichnete das Bild etwas weiter und unterstrich die Bedeutung des Freihandels für den gesamten Maschinen- und Anlagenbau: „Der Maschinenbau aus Deutschland hat im Jahr 2018 Maschinen und Anlagen für 177,8 Milliarden Euro ausgeführt, die Exportquote liegt bei über 79 Prozent. Mehr als 600.000 Arbeitsplätze sind direkt vom Export abhängig. Daran wird deutlich, welch großen Stellenwert der Außenhandel für den industriellen Mittelstand hat.“

Hinzu komme, dass mittlerweile rund 35 Prozent des Exports in Länder mit hohen Einfuhrhürden gehe. „Freihandel braucht daher die klare Fürsprache in der deutschen Politik, denn es geht letztlich um Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land. Protektionismus und Abschottung werden hingegen alle Marktteilnehmer im In- und Ausland zu Verlierern machen“, betonte Ackermann.

Über Theegarten-Pactec

Theegarten-Pactec ist ein deutscher Hersteller von Verpackungsmaschinen und -Systemen für das Erstverpacken von kleinstückigen Produkten, hauptsächlich Süßwaren. Darüber hinaus werden auf den Maschinen von Theegarten-Pactec auch andere Nahrungsmittel wie Brühwürfel aber auch Spülmaschinentabs und andere Non-Food Artikel verpackt. Die weltweit vertriebenen Verpackungssysteme werden ausschließlich in Deutschland entwickelt und produziert.

Über den VDMA

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus und ist damit einer der mitgliederstärksten Industrieverbände in Europa. Über 79 Prozent der deutschen Maschinenbauproduktion gehen in den Export. Mit einem Umsatz von rund 232 Milliarden Euro (2018) ist er einer der führenden Industriezweige in Deutschland.

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